Katzenschutzverordnung - aktueller Stand

von Uta Bach

Katzenschutzverordnung – aktueller Stand 03. 09. 19

Unsere Vereinsmitglieder, insbesondere diejenigen, die von Anfang an an unserem Projekt „Eine Katzenschutzverordnung für Koblenz – jetzt“ mitgestrickt haben, fragen im Moment immer wieder, warum es so lange dauert, bis sich seitens der Verantwortlichen etwas tut. Rechnet man all die vielen freiwilligen, unbezahlten Arbeitsstunden zusammen, die wir bereits investiert haben, nicht zu vergessen diejenigen unserer Ratgeber und Helfer aus der Nachbarschaft (große Anerkennung für den Arbeitskreis Tierschutz der Neuwieder Grünen!), ist es unverständlich, dass bisher alles ins Leere gelaufen sein soll. Jeder Verantwortliche (vom OB über die Bürgermeisterin, den Stadtrat, das Ordnungs- und Veterinäramt) wurde von uns inzwischen ausführlich mit allen Informationen zur KatSchutzVo versorgt unter Angabe von Fachliteratur- und sonstigen Quellen sowie Aktenzeichen. Wir als Tierschützer dürfen nicht voraussetzen, dass jeder Bürger/Bürgerin von Koblenz sich mit Tieren, speziell mit Katzen, gut genug auskennt um die Problematik zu verstehen, mit der wir es hier zutun haben. Das tun wir natürlich auch nicht - aber deshalb haben wir ja alle zoologischen und tiermedizinischen Grundlagen sorgfältig recherchiert und für jedermann/frau gut lesbar aufbereitet! Wir haben daraus ein ausführliches Info-Paper erstellt, das jetzt zusätzlich die Ergebnisse der von uns auf Wunsch des Veterinäramtes durchgeführten Befragung der Koblenzer niedergelassenen Kleintierärzte/innen zusammenfasst (beim Vorstand anzufordern). Vor allem diese Ergebnisse zur elenden, tierschutzwidrigen Situation der freilebenden „Fundkatzen“ in Koblenz belegen die Notwendigkeit für unser Vorhaben eindrucksvoll. Wissen macht wach! An dieser Stelle sagen wir nochmals ein ganz herzliches Dankeschön an die Tierarztpraxen Dr. Jautz, Dr. Linzer, Dr. Hauck, Dr. Brühl und Fr. Dr. Nüßlein für die unentgeltlich geleistete, wertvolle Unterstützung. Wir dürfen mit Recht sagen, dass sich die Tierärzteschaft, angefangen vom Landestierschutzbeirat RLP und der Landestierärztekammer RLP sowie der überwiegende Teil der Koblenzer Tierärzte, als auch das Koblenzer Tierheim ebenso wie die benachbarten Tierheime (Andernach, Remagen, Neuwied, Westerwald…) zu diesem Thema auf unserer Seite befindet. Danke an alle!!! Und wer sonst sollte sich besser auskennen mit dem Problem „Freilebende Hauskatzen und ihre „vermeidbaren“ Leiden“. - Wir haben darüber hinaus beim Tierschutzfestival Flugblätter zur KatSchutzVo verteilt und veröffentlichen informative Texte zu den Hintergründen hier auf unserer website (siehe „katzologie“). In unserer kostenlosen Vereinszeitschrift „Schängelkatze“ (auf dieser website unter “unser-verein/schängelkatze“ zu lesen) erscheinen schon seit 2015 Artikel zum Thema „Freilebende Katzen“, „Futterstellen“, „Fangaktionen“ und „Kastrationen“. Jeder, der noch Fragen hat, kann uns jederzeit erreichen! Was wir in unserem Umfeld und bei unserer alltäglichen Arbeit wahrnehmen, ist eine fast einhellige Zustimmung für die Katzenschutzverordnung in der Koblenzer Bevölkerung. Kein Wunder - bundesweit haben inzwischen fast 800 Städte und Gemeinden die KatSchutzVo bei sich umgesetzt, zu einer Klage dagegen vor Gericht etwa durch Katzenhalter ist es bisher in keinem Fall gekommen. Selbst von uns befragte Juristen sehen kein Problem in einer Einführung auch in Koblenz.  Was hat sich aber bisher seitens der Verantwortlichen in Koblenz getan? Fünf Monate nach der Stadtratssitzung, über die wir hier berichteten? Nichts. Warum nur? - „Wo kämen wir hin, wenn alle sagten „wo kämen wir hin“, und niemand ginge, um einmal zu sehen, wohin man käme, wenn man ginge??“

Birgit Buchholz, Koblenzer Katzenhilfe e.V.

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