Katzenschutzverordnung - aktueller Stand 31.01.2020

von Uta Bach

Es ist wie im „richtigen“ Leben – ein Auf und Ab!

Das kann man tatsächlich so erfahren, wenn man sich wie wir als Koblenzer Katzenhilfe e.V. auf den langen, steinigen Weg zur kommunalen Katzenschutzverordnung begibt. Es ist teilweise spannend bis nervenzerfetzend! Wir lernen dabei ständig dazu über Dinge, die dem Bürger/der Bürgerin sonst sehr fern sind.Noch bis vor kurzem schien es sich für uns im Umgang mit dem zuständigen Veterinäramt Mayen Koblenz und dem Koblenzer Bürgermeister- und Ordnungsamt um einen vertrackten Knoten zu handeln, den trotz monatelanger Bemühungen unsererseits und unserer lieben „externen Berater“ niemand lösen konnte. Eines der Ämter mauerte zudem und tut das bis heute, die anderen hatten selbst Schwierigkeiten. Dabei machen wir es doch bislang vor, wie man offen, transparent, kooperativ, freundlich und höflich kommuniziert!Nun ist plötzlich der Knoten geplatzt. Die Ursache für die ein Jahr währende Verzögerung liegt leider in Problemen, die wir nicht zu vertreten haben – nämlich Störungen der Zusammenarbeit von Veterinär- und Ordnungsamt. Das kann vorkommen. Beide Ämter sind, wie so viele heute, durch längere Krankheit wichtiger SachbearbeiterInnen geschwächt gewesen und klagen über Arbeitsüberlastung bei ohnedies, wie jeder aus der Presse weiß, zu dünner Personaldecke und zu vielen öffentlichen Aufgaben. Zudem kam es im Vetamt zu personellen Umstrukturierungen. Geleitet wird das Dezernat Tierschutz im Veterinäramt nunmehr von Herrn Brunnhübner als Verwaltungsbeamten, der einen anderen Erfahrungshintergrund hat und die Dinge eben anders sieht als ein Tierarzt oder Tierärztin. Es ging wechselseitig um Erwartungen und Zuständigkeiten, die nicht zueinander passten, und fehlende Informationen und Absprachen. Es ist eben der berühmte „kleine Dienstweg“, der so segensreich sein könnte und oft zu kurz kommt, zum Schaden aller Beteiligten. Zur Erinnerung: die Tage werden länger und heller, die nächste Generation von freilebenden Jungkatzen auf Koblenzer Stadtgebiet ist schon in Produktion...Das wärmere Klima wird das Problem noch vergrößern, wenn noch mehr Welpen die erste Zeit im Freien überleben – aber zu was für einem Leben???Es ist uns inzwischen gelungen, aufs Neue einen guten Kontakt zum Bürgermeister- und Ordnungsamt zu knüpfen, nachdem Missverständnisse ausgeräumt werden konnten. Das, was man heute so „standing“ nennt, hat sich für unseren Verein und unsere Kampagne Katzenschutzverordnung daher ausgezahlt. Die Bürgermeisterin hat noch weiter fach- und sachkundigen Informationsbedarf, was wir begrüßen und wertschätzen. Es wird also doch in Bälde einen „runden Tisch“ mit unserer Beteiligung und Vertretern der Grünen im Stadtrat geben, wo wir erneut die Gelegenheit haben, Zahlen und Fakten auf den Tisch zu legen und unseren Standpunkt nochmals klarzumachen. Danach dürfte noch wie vorgesehen der Stadtrat nochmals mit der Katzenschutzverordnung befasst werden – diesmal hoffentlich mit besserem Ergebnis! Bei unseren Nachbarn in Neuwied ist man da schon viel weiter, dort hat der Stadtrat einstimmig die Katzenschutzverordnung beschlossen und der Verwaltung den Auftrag gegeben, diese umzusetzen. Noch ist die Verordnung nicht erlassen, aber es wird. Toll – wir gratulieren unseren Freunden vom Neuwieder Tierschutz von Herzen!

Koblenz, 31. 01. 2020 B. Buchholz, Koblenzer Katzenhilfe e.V.

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