Keine gute Nachricht zum neuen Jahr 2020

von Uta Bach

Alles auf Anfang...
 
Eine Katzenschutzverordnung für Koblenz – könnte so einfach sein. Stattdessen sind wir hier mitten in einem Lokalkrimi! Wir blicken zurück auf ein ganzes Jahr ehrenamtliche Arbeit gegen tausend Widerstände, um die Stellungnahme des Veterinäramtes für das Bürgermeister- und Ordnungsamt zu erreichen – die ja auf Wunsch der Bürgermeisterin Frau Mohrs im März 2019 öffentlich vom Vetamt erbeten worden war. Und nun ist die Stellungnahme endlich da – und wird von der Stadt nicht akzeptiert.Die Gründe dafür hat man uns auf Nachfrage nicht mitgeteilt. Ehrlich gesagt, uns kleinem tapferen Häuflein engagierter (und sachkundiger!), ehrenamtlich unermüdlich im Dienst der Allgemeinheit tätigen BürgerInnen blieb bei dieser Nachricht die Luft weg. Seit 25 Jahren nimmt unser Verein kommunale Aufgaben wahr. Nur zur Erinnerung: halterlos im Freien lebende, dort aufgefundene Hauskatzen sind dem Gesetz nach immer noch Haustiere und keine Wildtiere, die Kommune hat sie als Fundtiere zu behandeln und ist daher gesetzlich verpflichtet, für Unterbringung und Tierarztkosten bis in Höhe von 1.500 € pro Tier aufzukommen!(Quelle: Deutscher Tierschutzbund).Unsere Recherchen ergaben, dass unsere Zahlen an im Jahr von der Koblenzer Katzenhilfe e.V. versorgten Fundkatzen nochmals zusätzlich genauso hoch wie die des Koblenzer Tierheims sind – dieses müsste ohne unseren Verein doppelt so viele Fundkatzen für die Stadt Koblenz aufnehmen und dafür von der Stadt entsprechend doppelt so viel Geld verlangen wie zur Zeit. Zudem verrichten wir in Koblenz das, was ein Tierheim nicht leisten kann, nämlich den „Außendienst“ in der Fürsorge für die zahlreichen „Streunerkatzen“. Wir gehen in die Koblenzer Stadtteile, errichten dort kontrollierte und betreute Futterstellen und fangen die Tiere fachgerecht ein, die bereits zu verstört und zu menschenscheu geworden sind. Wir bekommen das hin und haben schon viele Tiere retten können, die andere aufgegeben hatten. Bloß arbeiten wir bisher im Stillen, in unserer persönlichen Freizeit, finanziert aus vereinseigenen Mitteln und Spenden, weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit und ohne ein Dankeschön von denen, deren Arbeit wir kostenlos mit verrichten! Bei Empfängen für Ehrenamtler werden wir nicht eingeladen, bei Verleihungen von Ehrenamtspreisen ignoriert. Und nur weil wir uns zur Zeit bemühen, eine Verbesserung des gegenwärtigen Zustands für alle Beteiligten, Menschen und Tiere (und nicht zuletzt für die Kommune!) in Sachen „Streunerkatzenelend“ (Zitat Deutscher Tierschutzbund e.V.) zu erreichen, findet man uns lästig und legt uns Steine in den Weg mit dem Argument, wir hätten als „Privatpersonen“ kein Recht auf Informationen über die verschlungenen Amtswege in unserer Stadt. Wie bereits vor einem Jahr ist die Angelegenheit „Katzenschutzverordnung für Koblenz“ jetzt zurück an den Koblenzer Stadtrat verwiesen. 85 % der Bevölkerung in unserem Land finden, es müsse mehr für Tierschutz getan werden. Ein Viertel der Haushalte in Deutschland beherbergt eine oder mehrere Katzen. Bitte, liebe Koblenzer BürgerInnen, wirkt nach Kräften auf alle Fraktionen im Koblenzer Stadtrat ein, damit unser Anliegen endlich Gehör findet und unser Wunsch „Eine Katzenschutzverordnung für Koblenz“ in 2020 endlich in Erfüllung geht!
 
Birgit Buchholz, Koblenzer Katzenhilfe e.V.
 
 

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