Für KatzenhalterInnen in Zeiten der Coronakrise

von Lidija

Wer hätte ahnen können, was uns da getroffen hat. Im ganzen Land liegen alle Projekte auf Eis, und wenn es um Leben und Gesundheit so vieler Menschen geht, werden alle anderen Probleme klein. - Wir vom Koblenzer Katzenhilfe e.V. wünschen allen unseren Vereinsmitgliedern, allen TierschützerInnen und allen Menschen, die das hier lesen, von Herzen alles, alles Gute. Bleibt beschützt, bleibt gesund, lasst den Mut nicht sinken und die Hoffnung, dass bald alles vorbei ist!
Unsere große Bitte an alle, die gesund sind: vergesst nicht die Tiere. Unsere tierischen Lebensgefährten wissen von alldem nichts, spüren wahrscheinlich nur, dass irgendetwas anders ist und ihre Menschen zur Zeit von Sorgen geplagt sind. Aber unsere Katzen müssen genauso verantwortungsvoll versorgt werden wie sonst auch – auch wenn es zur Zeit etwas schwieriger ist. Es gibt immer einen Weg! Und unsere Miezen lohnen es uns, wenn wir jetzt mehr Zeit für sie haben und uns vielleicht noch mehr liebevoll um sie kümmern können, weil wir zum Daheimbleiben gezwungen sind. Sie lohnen es uns mit Ablenkung,Trost und der Freude, die sie uns schenken wenn sie alles haben, was sie selbst zum Glücklichsein brauchen. Dann zaubern sie uns auch in dieser schweren Zeit weiter ein Lächeln ins Gesicht!
Die Frage, die zur Zeit viele Menschen umtreibt: Katzen haben doch auch ein Coronavirus! Sind sie für uns ansteckend? Die Antwort: ein klares Nein!!
Das gegenwärtig umgehende SARS-CoV-2-Virus ist von Mensch zu Mensch ansteckend. Es wird nicht durch Haustiere wie Katzen übertragen. Die Quelle des Virus sind nach gegenwärtiger Kenntnis der Wissenschaftler Wildtiere, die normalerweise zum Menschen auch gar keinen Kontakt haben (wahrscheinlich Fledermäuse, Quelle: WWF) – Menschen haben sie in China in der Wildnis gefangen, verkauft und verzehrt und sich dabei offenbar angesteckt.
Viele Tierarten, darunter auch Hauskatzen in Europa, haben seit sehr langer Zeit eigene Coronaviren, die nur sehr weit entfernt mit SARS-CoV-2 verwandt sind, und leben mehr oder weniger gut damit, das hat aber nichts mit dem neuen menschlichen SARS-CoV-2-Virus zu tun! (Quelle: Krankheiten der Katze, Hrsg. Prof. med. vet. Lutz, Enke Verlag).
Bitte meiden Sie im Zweifel mögliche Fake-News und irreführendes Gerede selbsternannter „Experten“ und informieren Sie sich zu Fragen Ihrer Gesundheit und der Ihrer Katze bei verlässlichen, wissenschaftlich fundierten und offiziellen Quellen! Alle für Sie wichtigen Informationen, die ständig auf den neuesten Stand gebracht werden, zum menschlichen Virus SARS-CoV-2 und der dadurch ausgelösten Erkrankung COVID-19 beim Menschen finden Sie unter www.rki.de(Robert-Koch-Institut) und in allgemeinverständlicher Form unter www.infektionsschutz.de/coronavirus (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung). In Rheinland-Pfalz wurde eine Telefonhotline geschaltet für jeden, der besorgt ist sich angesteckt zu haben (Deutsches Rotes Kreuz, Rufnummer 0800/9900400).– Bei Fragen zur Gesundheit Ihrer Katze ist selbstverständlich Ihr Tierarzt/Ihre Tierärztin immer kompetente(r) AnsprechpartnerIn!
Bitte auf keinen Fall jetzt unüberlegt und ohne Grund Ihre Katze weggeben oder sogar aussetzen! Wer das Haus nicht verlassen kann und alleinstehend ist,kann sich über Nachbarn und Bekannte mit allem Nötigen versorgen lassen – bitte keine Scheu haben, jemanden anzusprechen! Die Läden für Katzenfutter, Katzenstreu und Sonstiges sind geöffnet, die Regale sind wie sonst gefüllt. Jeder, der nicht unter vom Gesundheitsamt verordneter Quarantäne steht, darf
nach gegenwärtigem Stand für sich und seine Lieben (auch die Haustiere) das Nötige einkaufen gehen/fahren. Auch Tierärzte/innen und Tierkliniken arbeiten und sind für Sie da. Es findet sich immer jemand, der für Sie Ihre Katze zum Tierarzt bringen kann wenn es nötig ist! Es gibt für Katzen ambulante Heimtierservices die ins Haus kommen zum Füttern, Pflegen und Medikamente verabreichen (fragen Sie in Ihrer Tierarztpraxis nach), sowie Katzenpensionen für einen vorübergehenden Aufenthalt, wenn es einmal unumgänglich sein sollte. Unsere Vereinsmitglieder wissen ohnehin, wohin sie sich wenden – wir helfen uns selbstverständlich und zu jeder Zeit gegenseitig, wenn Mensch und Katze Hilfe brauchen. Es müssen natürlich zur Zeit überall gesetzlich verordnete Vorsichtsmaßnahmen für uns Menschen beachtet werden wie Abstand voneinander halten, Händehygiene etc. (genaue Anweisungen bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, siehe oben). 


Nochmals alles Gute und weiter allen viel Kraft zum gemeinsamen Meistern dieser Krise!


Stand 24.03.2020 Dr. Buchholz, Koblenzer Katzenhilfe e.V.

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