Aktuelles

von Uta Bach

Tierschutzpreis

Immer wenn Du denkst.....

es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her!“ Dieser weise Spruch aus alten Poesiealben (die es heute nicht mehr gibt) zeigt doch immer wieder, dass er wahr ist. Auch unser Verein mit seinen aktiven Mitgliedern leidet, wie alle anderen Vereine, unter der Coronakrise. Durch die Absage von Veranstaltungen und allgemeine Infektionsschutzmaßnahmen fallen zur Zeit die für unsere Arbeit so wichtigen Einnahmen aus Flohmarktverkäufen und Tombola weg. Große Projekte wie die Einführung einer Katzenschutzverordnung für Koblenz liegen komplett auf Eis, Treffen können nicht stattfinden. Gleichzeitig beginnt nun wieder die Katzenschutz-Hauptsaison: freilebende, unkastrierte Kätzinnen bekommen draußen ihre Babys, die ohne menschliche Hilfe so kaum eine Chance haben zu überleben. Wenn sie überleben, haben sie ohne uns Katzenschützer keine Chance auf ein sicheres, artgerechtes Leben als betreute Hauskatzen, denn sie werden draußen nicht zahm. Auch die freilebenden Katzenmütter sind meist in miserablem Ernährungs- und Gesundheitszustand. Und die freilebenden „Katzenväter“ müssten endlich unfruchtbar gemacht werden, um diesen immerwährenden Kreislauf des Elends zu unterbrechen – insbesondere da es immer noch keine Katzenschutzverordnung und damit keine Pflicht für KatzenhalterInnen gibt, ihre Freigänger kastrieren zu lassen. Arbeit gibt es daher für uns auch jetzt genug. Anfragen von Menschen, die Katzen bei sich aufnehmen möchten, kommen derzeit eher mehr - dem begegnen wir, ebenso wie Tierheime und Züchter, gewissenhaft und vorsichtig. Denn was wird sein, wenn die Coronakrise beendet ist, die neuen KatzenhalterInnen wieder voll arbeiten und zusätzlich ihren Freizeitaktivitäten wie bisher wieder nachgehen wollen? Ist das Haustier dann noch gut versorgt, oder wird es dann vielleicht, weil alles nicht mehr so klappen will, vernachlässigt oder gar zurückgegeben? Das will gut überlegt sein. Denn für uns steht das Wohl des Tieres,das wir zuvor ja aus Tierschutzgründen aufnehmen und erst einmal aufziehen/gesundpflegen/resozialisieren mussten (das alles rein durch ehrenamtliche Arbeit und Spendengelder), natürlich im Vordergrund! Keine Katze soll auf dem Weg durch unsere Hände vom Regen in die Traufe kommen. Auch Hygiene- und Abstandsregeln machen die Vermittlungsarbeit im Augenblick für uns nicht einfacher. Aber, und jetzt kommt das Lichtlein, das uns wieder Mut und Kraft zum Weitermachen gibt: unser Verein wurde erstmals mit einem Tierschutzpreis ausgezeichnet, und zwar dotiert mit 500,- €! Die Bernd-Stephan-Tierschutzstiftung e.V. und der Tierschutzverein Grund zur Hoffnung e.V. haben unseren Verein zusammen mit fünf anderen Tierschutzvereinen bundesweit für ihre Förderung von Katzenkastrationen ausgewählt. Unsere langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Katzenschutzes, unser Konzept und unsere Sachkenntnis, vor allem aber unser Einsatz für eine nachhaltige Lösung des Problems sich beständig vermehrender freilebender „Streuner“-Katzen in Gestalt einer kommunalen Katzenschutzverordnung haben die Juroren überzeugt. Wir freuen uns sehr darüber und werden das Geld für die Begleichung der Tierarztrechnungen unserer vierbeinigen Schützlinge verwenden – denn die Kastration z.B. einer Kätzin kostet auch unseren Verein jeweils ca. 120 €. Wir danken der Bernd-Stephan-Stiftung, dem Tierschutzverein Grund zur Hoffnung e.V. und allen unseren Aktiven und Unterstützern, die dies möglich gemacht haben, ganz herzlich! Wir haben einen langen Atem. Es gibt Licht am Ende des Tunnels!

von Lidija

Für KatzenhalterInnen in Zeiten der Coronakrise

Wer hätte ahnen können, was uns da getroffen hat. Im ganzen Land liegen alle Projekte auf Eis, und wenn es um Leben und Gesundheit so vieler Menschen geht, werden alle anderen Probleme klein. - Wir vom Koblenzer Katzenhilfe e.V. wünschen allen unseren Vereinsmitgliedern, allen TierschützerInnen und allen Menschen, die das hier lesen, von Herzen alles, alles Gute. Bleibt beschützt, bleibt gesund, lasst den Mut nicht sinken und die Hoffnung, dass bald alles vorbei ist!
Unsere große Bitte an alle, die gesund sind: vergesst nicht die Tiere. Unsere tierischen Lebensgefährten wissen von alldem nichts, spüren wahrscheinlich nur, dass irgendetwas anders ist und ihre Menschen zur Zeit von Sorgen geplagt sind. Aber unsere Katzen müssen genauso verantwortungsvoll versorgt werden wie sonst auch – auch wenn es zur Zeit etwas schwieriger ist. Es gibt immer einen Weg! Und unsere Miezen lohnen es uns, wenn wir jetzt mehr Zeit für sie haben und uns vielleicht noch mehr liebevoll um sie kümmern können, weil wir zum Daheimbleiben gezwungen sind. Sie lohnen es uns mit Ablenkung,Trost und der Freude, die sie uns schenken wenn sie alles haben, was sie selbst zum Glücklichsein brauchen. Dann zaubern sie uns auch in dieser schweren Zeit weiter ein Lächeln ins Gesicht!
Die Frage, die zur Zeit viele Menschen umtreibt: Katzen haben doch auch ein Coronavirus! Sind sie für uns ansteckend? Die Antwort: ein klares Nein!!
Das gegenwärtig umgehende SARS-CoV-2-Virus ist von Mensch zu Mensch ansteckend. Es wird nicht durch Haustiere wie Katzen übertragen. Die Quelle des Virus sind nach gegenwärtiger Kenntnis der Wissenschaftler Wildtiere, die normalerweise zum Menschen auch gar keinen Kontakt haben (wahrscheinlich Fledermäuse, Quelle: WWF) – Menschen haben sie in China in der Wildnis gefangen, verkauft und verzehrt und sich dabei offenbar angesteckt.
Viele Tierarten, darunter auch Hauskatzen in Europa, haben seit sehr langer Zeit eigene Coronaviren, die nur sehr weit entfernt mit SARS-CoV-2 verwandt sind, und leben mehr oder weniger gut damit, das hat aber nichts mit dem neuen menschlichen SARS-CoV-2-Virus zu tun! (Quelle: Krankheiten der Katze, Hrsg. Prof. med. vet. Lutz, Enke Verlag).
Bitte meiden Sie im Zweifel mögliche Fake-News und irreführendes Gerede selbsternannter „Experten“ und informieren Sie sich zu Fragen Ihrer Gesundheit und der Ihrer Katze bei verlässlichen, wissenschaftlich fundierten und offiziellen Quellen! Alle für Sie wichtigen Informationen, die ständig auf den neuesten Stand gebracht werden, zum menschlichen Virus SARS-CoV-2 und der dadurch ausgelösten Erkrankung COVID-19 beim Menschen finden Sie unter www.rki.de(Robert-Koch-Institut) und in allgemeinverständlicher Form unter www.infektionsschutz.de/coronavirus (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung). In Rheinland-Pfalz wurde eine Telefonhotline geschaltet für jeden, der besorgt ist sich angesteckt zu haben (Deutsches Rotes Kreuz, Rufnummer 0800/9900400).– Bei Fragen zur Gesundheit Ihrer Katze ist selbstverständlich Ihr Tierarzt/Ihre Tierärztin immer kompetente(r) AnsprechpartnerIn!
Bitte auf keinen Fall jetzt unüberlegt und ohne Grund Ihre Katze weggeben oder sogar aussetzen! Wer das Haus nicht verlassen kann und alleinstehend ist,kann sich über Nachbarn und Bekannte mit allem Nötigen versorgen lassen – bitte keine Scheu haben, jemanden anzusprechen! Die Läden für Katzenfutter, Katzenstreu und Sonstiges sind geöffnet, die Regale sind wie sonst gefüllt. Jeder, der nicht unter vom Gesundheitsamt verordneter Quarantäne steht, darf
nach gegenwärtigem Stand für sich und seine Lieben (auch die Haustiere) das Nötige einkaufen gehen/fahren. Auch Tierärzte/innen und Tierkliniken arbeiten und sind für Sie da. Es findet sich immer jemand, der für Sie Ihre Katze zum Tierarzt bringen kann wenn es nötig ist! Es gibt für Katzen ambulante Heimtierservices die ins Haus kommen zum Füttern, Pflegen und Medikamente verabreichen (fragen Sie in Ihrer Tierarztpraxis nach), sowie Katzenpensionen für einen vorübergehenden Aufenthalt, wenn es einmal unumgänglich sein sollte. Unsere Vereinsmitglieder wissen ohnehin, wohin sie sich wenden – wir helfen uns selbstverständlich und zu jeder Zeit gegenseitig, wenn Mensch und Katze Hilfe brauchen. Es müssen natürlich zur Zeit überall gesetzlich verordnete Vorsichtsmaßnahmen für uns Menschen beachtet werden wie Abstand voneinander halten, Händehygiene etc. (genaue Anweisungen bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, siehe oben). 


Nochmals alles Gute und weiter allen viel Kraft zum gemeinsamen Meistern dieser Krise!


Stand 24.03.2020 Dr. Buchholz, Koblenzer Katzenhilfe e.V.

von Uta Bach

Katzenschutzverordnung - aktueller Stand 31.01.2020

Es ist wie im „richtigen“ Leben – ein Auf und Ab!

Das kann man tatsächlich so erfahren, wenn man sich wie wir als Koblenzer Katzenhilfe e.V. auf den langen, steinigen Weg zur kommunalen Katzenschutzverordnung begibt. Es ist teilweise spannend bis nervenzerfetzend! Wir lernen dabei ständig dazu über Dinge, die dem Bürger/der Bürgerin sonst sehr fern sind.Noch bis vor kurzem schien es sich für uns im Umgang mit dem zuständigen Veterinäramt Mayen Koblenz und dem Koblenzer Bürgermeister- und Ordnungsamt um einen vertrackten Knoten zu handeln, den trotz monatelanger Bemühungen unsererseits und unserer lieben „externen Berater“ niemand lösen konnte. Eines der Ämter mauerte zudem und tut das bis heute, die anderen hatten selbst Schwierigkeiten. Dabei machen wir es doch bislang vor, wie man offen, transparent, kooperativ, freundlich und höflich kommuniziert!Nun ist plötzlich der Knoten geplatzt. Die Ursache für die ein Jahr währende Verzögerung liegt leider in Problemen, die wir nicht zu vertreten haben – nämlich Störungen der Zusammenarbeit von Veterinär- und Ordnungsamt. Das kann vorkommen. Beide Ämter sind, wie so viele heute, durch längere Krankheit wichtiger SachbearbeiterInnen geschwächt gewesen und klagen über Arbeitsüberlastung bei ohnedies, wie jeder aus der Presse weiß, zu dünner Personaldecke und zu vielen öffentlichen Aufgaben. Zudem kam es im Vetamt zu personellen Umstrukturierungen. Geleitet wird das Dezernat Tierschutz im Veterinäramt nunmehr von Herrn Brunnhübner als Verwaltungsbeamten, der einen anderen Erfahrungshintergrund hat und die Dinge eben anders sieht als ein Tierarzt oder Tierärztin. Es ging wechselseitig um Erwartungen und Zuständigkeiten, die nicht zueinander passten, und fehlende Informationen und Absprachen. Es ist eben der berühmte „kleine Dienstweg“, der so segensreich sein könnte und oft zu kurz kommt, zum Schaden aller Beteiligten. Zur Erinnerung: die Tage werden länger und heller, die nächste Generation von freilebenden Jungkatzen auf Koblenzer Stadtgebiet ist schon in Produktion...Das wärmere Klima wird das Problem noch vergrößern, wenn noch mehr Welpen die erste Zeit im Freien überleben – aber zu was für einem Leben???Es ist uns inzwischen gelungen, aufs Neue einen guten Kontakt zum Bürgermeister- und Ordnungsamt zu knüpfen, nachdem Missverständnisse ausgeräumt werden konnten. Das, was man heute so „standing“ nennt, hat sich für unseren Verein und unsere Kampagne Katzenschutzverordnung daher ausgezahlt. Die Bürgermeisterin hat noch weiter fach- und sachkundigen Informationsbedarf, was wir begrüßen und wertschätzen. Es wird also doch in Bälde einen „runden Tisch“ mit unserer Beteiligung und Vertretern der Grünen im Stadtrat geben, wo wir erneut die Gelegenheit haben, Zahlen und Fakten auf den Tisch zu legen und unseren Standpunkt nochmals klarzumachen. Danach dürfte noch wie vorgesehen der Stadtrat nochmals mit der Katzenschutzverordnung befasst werden – diesmal hoffentlich mit besserem Ergebnis! Bei unseren Nachbarn in Neuwied ist man da schon viel weiter, dort hat der Stadtrat einstimmig die Katzenschutzverordnung beschlossen und der Verwaltung den Auftrag gegeben, diese umzusetzen. Noch ist die Verordnung nicht erlassen, aber es wird. Toll – wir gratulieren unseren Freunden vom Neuwieder Tierschutz von Herzen!

Koblenz, 31. 01. 2020 B. Buchholz, Koblenzer Katzenhilfe e.V.

von Uta Bach

Keine gute Nachricht zum neuen Jahr 2020

Alles auf Anfang...
 
Eine Katzenschutzverordnung für Koblenz – könnte so einfach sein. Stattdessen sind wir hier mitten in einem Lokalkrimi! Wir blicken zurück auf ein ganzes Jahr ehrenamtliche Arbeit gegen tausend Widerstände, um die Stellungnahme des Veterinäramtes für das Bürgermeister- und Ordnungsamt zu erreichen – die ja auf Wunsch der Bürgermeisterin Frau Mohrs im März 2019 öffentlich vom Vetamt erbeten worden war. Und nun ist die Stellungnahme endlich da – und wird von der Stadt nicht akzeptiert.Die Gründe dafür hat man uns auf Nachfrage nicht mitgeteilt. Ehrlich gesagt, uns kleinem tapferen Häuflein engagierter (und sachkundiger!), ehrenamtlich unermüdlich im Dienst der Allgemeinheit tätigen BürgerInnen blieb bei dieser Nachricht die Luft weg. Seit 25 Jahren nimmt unser Verein kommunale Aufgaben wahr. Nur zur Erinnerung: halterlos im Freien lebende, dort aufgefundene Hauskatzen sind dem Gesetz nach immer noch Haustiere und keine Wildtiere, die Kommune hat sie als Fundtiere zu behandeln und ist daher gesetzlich verpflichtet, für Unterbringung und Tierarztkosten bis in Höhe von 1.500 € pro Tier aufzukommen!(Quelle: Deutscher Tierschutzbund).Unsere Recherchen ergaben, dass unsere Zahlen an im Jahr von der Koblenzer Katzenhilfe e.V. versorgten Fundkatzen nochmals zusätzlich genauso hoch wie die des Koblenzer Tierheims sind – dieses müsste ohne unseren Verein doppelt so viele Fundkatzen für die Stadt Koblenz aufnehmen und dafür von der Stadt entsprechend doppelt so viel Geld verlangen wie zur Zeit. Zudem verrichten wir in Koblenz das, was ein Tierheim nicht leisten kann, nämlich den „Außendienst“ in der Fürsorge für die zahlreichen „Streunerkatzen“. Wir gehen in die Koblenzer Stadtteile, errichten dort kontrollierte und betreute Futterstellen und fangen die Tiere fachgerecht ein, die bereits zu verstört und zu menschenscheu geworden sind. Wir bekommen das hin und haben schon viele Tiere retten können, die andere aufgegeben hatten. Bloß arbeiten wir bisher im Stillen, in unserer persönlichen Freizeit, finanziert aus vereinseigenen Mitteln und Spenden, weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit und ohne ein Dankeschön von denen, deren Arbeit wir kostenlos mit verrichten! Bei Empfängen für Ehrenamtler werden wir nicht eingeladen, bei Verleihungen von Ehrenamtspreisen ignoriert. Und nur weil wir uns zur Zeit bemühen, eine Verbesserung des gegenwärtigen Zustands für alle Beteiligten, Menschen und Tiere (und nicht zuletzt für die Kommune!) in Sachen „Streunerkatzenelend“ (Zitat Deutscher Tierschutzbund e.V.) zu erreichen, findet man uns lästig und legt uns Steine in den Weg mit dem Argument, wir hätten als „Privatpersonen“ kein Recht auf Informationen über die verschlungenen Amtswege in unserer Stadt. Wie bereits vor einem Jahr ist die Angelegenheit „Katzenschutzverordnung für Koblenz“ jetzt zurück an den Koblenzer Stadtrat verwiesen. 85 % der Bevölkerung in unserem Land finden, es müsse mehr für Tierschutz getan werden. Ein Viertel der Haushalte in Deutschland beherbergt eine oder mehrere Katzen. Bitte, liebe Koblenzer BürgerInnen, wirkt nach Kräften auf alle Fraktionen im Koblenzer Stadtrat ein, damit unser Anliegen endlich Gehör findet und unser Wunsch „Eine Katzenschutzverordnung für Koblenz“ in 2020 endlich in Erfüllung geht!
 
Birgit Buchholz, Koblenzer Katzenhilfe e.V.
 
 

von Uta Bach

Katzenschutzverordnung - aktueller Stand

Katzenschutzverordnung – aktueller Stand 03. 09. 19

Unsere Vereinsmitglieder, insbesondere diejenigen, die von Anfang an an unserem Projekt „Eine Katzenschutzverordnung für Koblenz – jetzt“ mitgestrickt haben, fragen im Moment immer wieder, warum es so lange dauert, bis sich seitens der Verantwortlichen etwas tut. Rechnet man all die vielen freiwilligen, unbezahlten Arbeitsstunden zusammen, die wir bereits investiert haben, nicht zu vergessen diejenigen unserer Ratgeber und Helfer aus der Nachbarschaft (große Anerkennung für den Arbeitskreis Tierschutz der Neuwieder Grünen!), ist es unverständlich, dass bisher alles ins Leere gelaufen sein soll. Jeder Verantwortliche (vom OB über die Bürgermeisterin, den Stadtrat, das Ordnungs- und Veterinäramt) wurde von uns inzwischen ausführlich mit allen Informationen zur KatSchutzVo versorgt unter Angabe von Fachliteratur- und sonstigen Quellen sowie Aktenzeichen. Wir als Tierschützer dürfen nicht voraussetzen, dass jeder Bürger/Bürgerin von Koblenz sich mit Tieren, speziell mit Katzen, gut genug auskennt um die Problematik zu verstehen, mit der wir es hier zutun haben. Das tun wir natürlich auch nicht - aber deshalb haben wir ja alle zoologischen und tiermedizinischen Grundlagen sorgfältig recherchiert und für jedermann/frau gut lesbar aufbereitet! Wir haben daraus ein ausführliches Info-Paper erstellt, das jetzt zusätzlich die Ergebnisse der von uns auf Wunsch des Veterinäramtes durchgeführten Befragung der Koblenzer niedergelassenen Kleintierärzte/innen zusammenfasst (beim Vorstand anzufordern). Vor allem diese Ergebnisse zur elenden, tierschutzwidrigen Situation der freilebenden „Fundkatzen“ in Koblenz belegen die Notwendigkeit für unser Vorhaben eindrucksvoll. Wissen macht wach! An dieser Stelle sagen wir nochmals ein ganz herzliches Dankeschön an die Tierarztpraxen Dr. Jautz, Dr. Linzer, Dr. Hauck, Dr. Brühl und Fr. Dr. Nüßlein für die unentgeltlich geleistete, wertvolle Unterstützung. Wir dürfen mit Recht sagen, dass sich die Tierärzteschaft, angefangen vom Landestierschutzbeirat RLP und der Landestierärztekammer RLP sowie der überwiegende Teil der Koblenzer Tierärzte, als auch das Koblenzer Tierheim ebenso wie die benachbarten Tierheime (Andernach, Remagen, Neuwied, Westerwald…) zu diesem Thema auf unserer Seite befindet. Danke an alle!!! Und wer sonst sollte sich besser auskennen mit dem Problem „Freilebende Hauskatzen und ihre „vermeidbaren“ Leiden“. - Wir haben darüber hinaus beim Tierschutzfestival Flugblätter zur KatSchutzVo verteilt und veröffentlichen informative Texte zu den Hintergründen hier auf unserer website (siehe „katzologie“). In unserer kostenlosen Vereinszeitschrift „Schängelkatze“ (auf dieser website unter “unser-verein/schängelkatze“ zu lesen) erscheinen schon seit 2015 Artikel zum Thema „Freilebende Katzen“, „Futterstellen“, „Fangaktionen“ und „Kastrationen“. Jeder, der noch Fragen hat, kann uns jederzeit erreichen! Was wir in unserem Umfeld und bei unserer alltäglichen Arbeit wahrnehmen, ist eine fast einhellige Zustimmung für die Katzenschutzverordnung in der Koblenzer Bevölkerung. Kein Wunder - bundesweit haben inzwischen fast 800 Städte und Gemeinden die KatSchutzVo bei sich umgesetzt, zu einer Klage dagegen vor Gericht etwa durch Katzenhalter ist es bisher in keinem Fall gekommen. Selbst von uns befragte Juristen sehen kein Problem in einer Einführung auch in Koblenz.  Was hat sich aber bisher seitens der Verantwortlichen in Koblenz getan? Fünf Monate nach der Stadtratssitzung, über die wir hier berichteten? Nichts. Warum nur? - „Wo kämen wir hin, wenn alle sagten „wo kämen wir hin“, und niemand ginge, um einmal zu sehen, wohin man käme, wenn man ginge??“

Birgit Buchholz, Koblenzer Katzenhilfe e.V.

von Uta Bach

Katzenschutzverordnung

Kastration statt Katzenelend – Katzenschutzverordnung jetzt!

Die Stadtratsitzung zu dieser Abstimmung findet am Donnerstag den 28. 03. 2019 15.00 bis 20.00 Uhr, Historischer Rathaussaal Rathausgebäude I, Willi-Hörter-Platz 1, Koblenz statt. Bitte kommt zahlreich um unserem Anliegen die nötige Unterstützung zu geben! Bitte beachtet die Auflagen der Stadt!
Diese Auflagen sind: keine Demo (Plakate oder Transparente im Sitzungssaal nicht erlaubt), keine Zwischenrufe oder Volksgemurmel, keine Fragen! Nur da sein, still sitzen und zuhören. 

Die Informationsveranstaltung unseres Vereins zusammen mit dem Arbeitskreis Tierschutz der Grünen (Holger und Sandra Wolf) und dem Ordnungs- und Veterinäramt Koblenz am   09. 01. 2019 im historischen Rathaussaal von Koblenz war ein voller Erfolg. Unser Vereinsmitglied Sylvie Weber, für die Grünen im Stadtrat, hat dies durch ihren Einsatz erst möglich gemacht, und im Anschluss an Holger Wolf, der hervorragend informativ alle mit Grundlagenwissen und Fallbeispielen versorgt hat, hat unsere Erste Vorsitzende Katharina Lenhart einen mit großem Interesse und viel Anerkennung belohnten Vortrag zum Thema und zur Situation in Koblenz gehalten. 

Unser Ziel: In zwei Nachbarländern der EU ist ein Kastrations- und Kennzeichnungsgebot (mit Registrierungspflicht) für Hauskatzen mit Auslauf längst landesweit eingeführt. Der Deutsche Tierschutzbund e.V. und andere fahren seit Jahren eine Kampagne für diese sogenannte Katzenschutzverordnung KatSchutzVO. Die Katze ist das beliebteste deutsche Haustier, die Schattenseite sind mindestens zwei Millionen halterlose, freilebende Hauskatzen in verwahrlostem Zustand. Ca. 680 große und kleine Städte und Gemeinden in Deutschland haben bereits die Notwendigkeit einer solchen KatSchutzVO eingesehen und mit Erfolg und ohne Probleme bei sich umgesetzt. Dies wünschen wir uns auch für Koblenz.

Die rechtliche Grundlage: § 13b des Tierschutzgesetzes besagt klar, dass keinem Tier - also auch nicht den heimatlosen „Streunerkatzen“ - vermeidbares Leid und Schaden geschehen darf. Die Bundestagsdrucksache dazu benennt eindeutig ein öffentliches Interesse daran. In Rheinland-Pfalz hat das Ministerium die Kommunen daher ermächtigt, Katzenschutz-verordnungen zu erlassen, damit dieser Zustand vermieden bzw. beseitigt wird. Der Haken an der Sache: die Kommunen werden nicht von sich aus tätig, sondern warten auf die Tierschutzvereine (ehrenamtlich!) um 1. den Bedarf nachzuweisen (mit Zahlen und Unterlagen über Vorkommen und Gesundheitszustand freilebender Katzen) und 2. nachzuweisen, dass andere Maßnahmen (Aufklärung, Informationen der Bevölkerung zur Notwendigkeit von Kastration und Kennzeichnung) zuvor erfolglos waren.  

Die Fakten in Koblenz: Recherchen unseres Vereins bei nur einigen wenigen Privatpersonen haben ergeben, dass jetzt im Augenblick (mindestens – denn wir haben bei weitem nicht alle erfassen können!) 100 Katzen in Koblenzer Hinterhöfen, auf Friedhöfen und Industriegeländen ohne menschliche Obhut dahinvegetieren, ausnahmslos von Parasiten befallen und fast alle an Virusinfekten erkrankt sind. Dazu kommen andere Leiden wie schmerzhafte Zahnschäden, unversorgte Verletzungen etc. Ortsansässige Tierärzte und die Tierärztekammer bestätigen deren elenden Zustand. Die Zahlen der von unserem Verein ehrenamtlich versorgten „Straßenkatzen“ und Fundkatzen (555 Tiere in fünf Jahren sowie 300 von uns bei diesen Tieren durchgeführte Kastrationen), die des Tierheims Koblenz sowie anderer Tierschutzvereine kommen noch hinzu! Wir können allein für das Jahr 2018 fünfzehn Aktionen nachweisen, bei denen Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit betrieben wurde, seit 2014 zehn Ausgaben unserer Vereinszeitschrift vorweisen mit aufklärenden Sachartikeln zur Katze, wir haben Presseinterviews geführt und unzählige persönliche Informationsgespräche usw. Und alles hat uns – und andere KatzenschützerInnen - nachweislich nicht arbeitslos gemacht!

Wie geht es weiter? Bei unserer Veranstaltung gelang es uns trotzdem bisher nicht, Ordnungsamt und Veterinäramt ausreichend zu überzeugen, es werden von uns noch weitere Zahlenerhebungen gewünscht. Auch die Koblenzer Tierärzte sollen noch befragt werden. Hier wartet noch viel Arbeit auf uns, aber wir geben nicht auf! Gleichzeitig will unser Vorstand und Team möglichst viele Lokalpolitiker informieren und darum bitten, uns zu unterstützen.

Liebe Koblenzer Katzenfreunde/innen! Bitte unterstützt uns bei dieser so wichtigen Sache. Meldet uns herrenlose, freilebende Katzen in Eurer Nachbarschaft, jedes einzelne Tier ist wichtig. Sprecht Euch bekannte Koblenzer Lokalpolitiker und Euren Koblenzer Tierarzt/Tierärztin an, ob er oder sie uns helfen möchte. Wir suchen mehr ehrenamtliche HelferInnen – sei es für die Übernahme von Botengängen, Büroarbeiten, Recherche, Kontakte, Organisationsaufgaben…Jeder, der seine speziellen Fähigkeiten einbringen will, ist willkommen. Nur gemeinsam kommen wir zum Ziel, das Tierschutzgesetz umzusetzen und den Koblenzer Straßenkatzen jetzt und in Zukunft zu helfen!

von Uta Bach

Noch immer suchen wir dringend Helfer!

 

Unser Verein sucht nach wie vor dringend helfende Hände!

Als gemeinnütziger Verein sind wir grundsätzlich auf die Hilfe von ehrenamtlich engagierten Menschen angewiesen. Da wir nur wenige wirklich aktive Mitglieder haben, stellt es uns immer vor große Probleme, wenn einer dieser Helfer seine Tätigkeit einstellt. Im Moment suchen wir daher verantwortungsbewusste Leute für: 

- Leitung und Führung unseres Katzenhauses

- Unterstützung der Pflegestellen z.B. mit Fahrdiensten

- Pflegestellen, die Katzen aufnehmen bis zu deren Vermittlung

- Helfer für unsere Außenaktionen auf Flohmärkten und in Geschäften (Aufbau / Abbau / Standdienst)

Interessenten können gerne zu unseren regelmäßigen Treffen im Soldatenheim Horchheim kommen oder Sie schreiben uns eine E-Mail an katzenhilfe-koblenz@gmx.de

von Lidija

BGH kippt Verbot von Hunden und Katzen in Mietwohnungen

20.03.2013, 13:42 Uhr | dapd, dpa
Immer wieder gibt es Streit zwischen Mietern und Vermietern um die Haltung von Haustieren. Mit Klauseln in Mietverträgen wurde oftmals die Haltung untersagt - insbesondere von Hunden und Katzen. Doch der Bundesgerichtshof (BGH) hat nun entschieden: Vermieter dürfen die Haltung solcher Tiere in Mietwohnungen nicht generell verbieten. Derartige Klauseln in Mietverträgen stellten eine unangemessene Benachteiligung der Mieter dar und seien deshalb unwirksam, heißt es in dem Urteil. Erforderlich sei vielmehr eine Abwägung der Interessen im Einzelfall (Az.: VIII ZR 168/12).

von Lidija

Sie lieben Katzengeschichten?

Wenn Sie schon immer wissen wollten was ihre Freigänger auf ihren Streifzügen für Abenteuer erleben oder was ihre Katze über das Zusammenleben mit Ihnen denkt, dann ist dieser Roman genau richtig.

Erzählt wird aus dem Alltag der Katze Rosalie. Und zwar ausschliesslich AUS SICHT DER KATZE!

Für jedes verkaufte Exemplar erhält der Koblenzer Katzenhilfe e.V. eine Spende!!

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von Lidija

"Mein Recht als Haustier" und "Wann ist ein Tier ein Fundtier?"

Vortrag von Frau Kaldasch am 19.10.2012
Frau Kaldasch, selbst viele Jahre aktiv im Tierschutz tätig, hat freundlicherweise einen interessanten Vortrag gehalten zu den Themen "Mein Recht als Haustier" und "Wann ist ein Fundtier?". Wir haben die wichtigsten Fakten hier für Sie zusammengefasst.